Manfred Brinkmann, Aufsichtsratsvorsitzender der Energie- und Wasserversorgung Rheine, und Ralf Becker, Geschäftsführer der EWR, mit Kommentaren zum Rechsstreit mit den sogenannten Gasrebellen und seinem positiven Ausgang
Rheine direkt: Am 4 .November ging ein über zwei Jahre andauernder Rechtsstreit mit einer ehemaligen Stadtwerk-Kundin zu Ende. Wie beurteilen Sie den Urteilsspruch zugunsten der Stadtwerke?
Brinkmann: Wir waren sehr daran interessiert, die Vorwürfe der „Unbilligkeit der Preisanpassung“ durch das Gericht vollständig klären zu lassen. Nun hat uns das Gericht bestätigt, dass unsere Gaspreise rechtens und fair kalkuliert sind.
Rheine direkt: Gegen wen haben die Stadtwerke geklagt? Über was hat das Gericht entschieden?
Becker: Es wurde eine Modellklage gegen eine ehemalige Kundin eingereicht, die ihre Gasrechnungen 2006 bis 2009 gekürzt hatte. Wir haben sozusagen beispielhaft geklagt für weitere Kunden, die sich auf §315 BGB berufen und ihre Gasrechnungen gekürzt hatten. Das war nicht rechtens, hat nun das Gericht entschieden; und das gilt – zumindest vorläufig.
Mehr ausländischer Strom im deutschen Netz – In den ersten sechs Monaten dieses Jahres bezog Deutschland 50 % mehr Strom aus Frankreich und knapp sieben Mal mehr Strom aus Tschechien als noch im Vorjahr. Hauptsächlich Kohle- und Atomstrom flossen dabei in unsere Netze.
Und Fukushima? – Ende Juni wurde am havarierten AKW Fukushima eine Wasserreinigungsanlage eingeweiht, versagte aber bereits nach fünf Stunden den Dienst. Anfang August wurden rund um das zerstörte Atomkraftwerk Fukushima die höchsten Strahlenwerte seit der Katastrophe im März gemessen. Und jetzt sollen Städte wie das nur 25 km vom Epizentrum des Reaktorunfalls entfernte Minamisoma wieder bevölkert werden. Der Umgang mit den Folgen des Gaus bleibt schwierig.

NUR EIN VERTRAG – MACHT EINFACH SINN
Schaut man sich im deutschlandweiten Anbietermarkt für Strom und Erdgas um, verliert man schnell den Überblick, so vielfältig sind mittlerweile die Produkte und ihre Kombinationen. Das macht es für den Endverbraucher nicht gerade einfach. „Dabei könnte es doch so einfach sein, denn Strom ist Strom“, mögen Sie denken. Und da ist etwas Wahres dran. [weiterlesen]

ENERGIE FÜR DIE NACHBARN
Unsere Nachbarn aus Neuenkirchen, Wettringen, Hörstel und Salzbergen können seit 2008 Energie aus Rheine beziehen: nahStrom und/oder nahGas von der Energie- und Wasserversorgung Rheine. Seit dem 1. September 2009 sind wir mit unserem Angebot „von Nachbar zu Nachbar“ auch in Lünne, Schapen und Spelle vertreten. [weiterlesen]

In Neubauten und bei größeren Renovierungen sind sie seit dem 1. Januar 2010 gesetzlich bereits vorgeschrieben: SMART METER. Hört sich schlau an; aber was ist das genau? [weiterlesen]

... etwa in Form einer hohen Nachzahlung für den Strom- und/oder Erdgasverbrauch, empfehlen wir, mehr Abschlag im Voraus zu zahlen. [weiterlesen]

SPARSAMER UMGANG MIT DER WERTVOLLEN RESSOURCE
Die Rheinenser gehen immer sparsamer mit Wasser um. Anfang der 90er Jahre wurde mit 54 Kubikmetern pro Person und Jahr der höchste Wasserverbrauch gemessen. Inzwischen ist der Verbrauch auf 47 Kubikmeter zurückgegangen. Das sind pro Tag und Kopf ungefähr 129 Liter. Zum Vergleich: In Deutschland liegt der Pro-Kopf-Verbrauch etwas höher – bei ca. 132 Liter Wasser täglich. Die USA sind mit bis zu 300 Liter am Tag „Weltmeister“ im Wasserverbrauch. „Dass man in Rheine mit Wasser sparsam umgeht, ist begrüßenswert, denn das spricht für einen verantwortlichen Umgang mit wertvollen Ressourcen: Wer Wasser spart, spart auch Energie und Abwasser“, meint Stadtwerke-Chef Dr. Ralf Schulte-de Groot. [weiterlesen]
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