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Die Energiewende ist eingeläutet

„Unter dem Motto >Die Schöpfung bewahren – Klimaschutz in Rheine< haben wir gemeinsam mit lokalen Akteuren klare Leitvorstellungen, Kernziele und Strategien entwickelt. Jetzt geht es darum, den Bewusstseinswandel zum Schutz des Klimas durch Informieren und Beraten, Forschen und Entwickeln, Fördern und Unterstützen, Partizipieren und Beteiligen zu schaffen“, schrieb Bürgermeisterin Angelika Kordfelder 2008 in ihrem Grußwort zu dem im Rat der Stadt verabschiedeten Klimaschutzprogramm.

Bewusstseinswandel – jetzt, im Zuge der Ereignisse von Fukushima, ist er da, plötzlich und in einer Heftigkeit, die einem gesellschaftlichen Erdbeben gleichkommt. Die Menschen fordern eine Umkehr in der Energiepolitik. Die Medien sprechen von einer Zäsur, einer Ära vor und nach Fukushima. Doch sieht man genau hin, erkennt man, dass viele Kommunen schon vor Jahren die Klimawende eingeläutet haben. Städte, Gemeinden und ihre lokalen Versorger sind wichtige, aber wenig beachtete Akteure im globalen Klimaschutz, so auch Rheine. – Eine Zwischenbilanz.

In vielen Kommunen wird beharrlich an der effizienten Nutzung von Energie, der Verringerung der Schadstoffbelastungen und dem Ausbau der Erneuerbaren gearbeitet. Bislang bringen insbesondere die Energieeinspar- und Sanierungsmaßnahmen den Kommunen konkreten ökologischen Nutzen und entlasten die strapazierten öffentlichen Kassen. So gesehen fanden sie bislang in der Öffentlichkeit größere Akzeptanz als die investitionsintensiven Projekte zur Energieerzeugung – bislang. Angesichts des Katastrophenszenarios ist hier ein Einstellungswandel zu beobachten.

Die vielfältigen Engagements kommunaler Versorger im Bereich der Energieerzeugung sind in den letzten Wochen mehr in den Blick der Öffentlichkeit gerückt. Grund: Durch diese dezentrale Erzeugung ließe sich wenigstens zum Teil die Versorgungslücke schließen, die durch den Ausstieg aus der Atomkraft entsteht. Die derzeit projektierten bzw. in Bau befindlichen Kraftwerkskapazitäten reichten aus, um die Leistung der alten Kernkraftwerke kurz- bis mittelfristig zu ersetzen, meint Hans-Joachim Reck, Hauptgeschäftsführer des Verbandes kommunaler Unternehmen (VKU) in Deutschland. Deshalb forderte der Verband die Bundesregierung auf, bei der anstehenden Energiewende als Folge von Fukushima Wettbewerbsnachteile für die kommunalen Versorger zu beseitigen, die sich durch die Laufzeitverlängerungen für Alt-AKW ergeben hätten. Erneuerbare Energien, Kraft-Wärme-Kopplung und gesteigerte Energieeffizienz seien dezentrale Ansätze, welche die kommunalen Versorger beharrlich verfolgten.

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